Landscape.

Es ist wie Landschaftsarchitektur.
Das ist, was mich an Material wie Pappmaché und Gipsbinden so fasziniert. Mehr als nur die Dreidimensionalität, der Licht und Schattenwurf.CIMG4340
Bei diesem neuen, bisher größten Objekt (1,60 x 1 Meter), welches ich gerade – halb fertig gestellt – auf dem Arbeitstisch in der Werkstatt lagere, ist das wieder besonders gut zu beobachten. Das Licht vom großen Fenster gibt den langen Gipsbinden wieder die schönen Konturen. Wie niedrige  Erdwälle auf dem Ackerland. Und die derzeit noch provisorisch angebrachten Holzwäscheklammern sehe wie Bäume oder Stangen im Schnee. Eine Winterlandschaft.
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Das Thema Landschaft bei Abendlicht assoziierte ich aber auch schon bei anderen Objekten.
Deshalb habe ich mich entschlossen, im Ausstellungsbereich des Ateliers die Beleuchtung umzustellen und stärker einzelne Spots einzusetzen. Dadurch vermeide ich diffuses Licht und die Konturen treten deutlicher hervor. Hier zu sehen an dem bordeauxroten Objekt ohne Klammern.

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Ohneklammerkunst.

Auf der Vernissage im Dezember habe ich ein relativ großes Objekt vorgestellt. Ein Objekt mit Gipsbinden, die bordeauxrot lackiert waren. Abgesehen davon, dass es lebhafte Diskussionen darüber gab, ob diese Angabe des Lackherstellers der Realität entsprach 😉 , kam bei den Besuchern ein völlig unerwartetes Thema auf:
Zum Hintergrund: Ich hatte das Objekt an die Wand gehängt und darauf hingewiesen, dass ich es später mit hellgrauen Klammern versehen wolle. Da es aber hellgraue Holzwäscheklammern nicht gibt (ich sie also selbst herstellen muss), hatte ich es schon einmal vorläufig ohne die Klammern aufgehängt. Die hellgrauen klammern sollten später in Form von einem „Doppel-S“ auf dem Gips zu sehen sein.

CIMG4086So, die Diskussion mit den Vernissage-Besuchern ging um die Frage, ob dieses Objekt wohl besser ohne die Klammern aussähe oder nicht. Es gab dazu verschiedene Meinungen, aber die Fraktion derjenigen, die für ein Weglassen der Klammern plädierten, überwog. Es kam sogar der Wunsch auf, ein ähnliches Objekt ohne Klammern mit feuerroten Gipsbinden einmakl zu sehen zu bekommen.
Nun, hier ist es, gerade fertig:
CIMG4226Mit dieser Farbe und dieser Beleuchtung zeigt das Objekt mit den mehrlagigen Gipsbinden die von mir angestrebte Plastizität. Auch ohne Klammern ein interessantes Schattenspiel.
Das wird auch in einer Detailaufnahme schön deutlich:

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Serienproduktion.

Nun habe ich mich doch entschlossen, eine kleine „Blitz“-Serie anzufertigen. Natürlich unterscheiden sich die Objekte im Detail, sind aber äußerlich sehr ähnlich, stllen mit den Holzklammern einen Blitz dar.

Trotz anderer Vorschläge habe ich zuerst eine Version mit schwarzem Lack gemacht, die sehr edel aussieht. Hierzu passen sowohl die geplanten orangenen Klammern, wie auch Klammern in – vielleicht hellgrau – oder auch silber.
In Deutschland erhältlich sind nur Klammern in den Farben weiß, gelb orange, grün, blauschwarz und rot.
Also habe ich erstmalig angefangen, Klammern umzufärben, genauer umzulackieren. Mit Naturklammern klappte dies gar nicht. Das raue Holz saugte den Lack einfach auf. Aber mit farbigen Klammern haute es hin. Besonders die goldenen Klammern sehen hammermäßig aus.CIMG4047
Die Entscheidung ist noch offen. Aber vielleicht ist „Silber auf Schwarz“ für den schwarzen Blitz vielleicht die beste Wahl?

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Und dann goldene Klammern auf rotem Gips?
Sieht eigentlich ganz schön aus.

CIMG4042Für die Liebhaber von Herrnn Glöööckler. 😉

Neue Heimat.

Die Vernissage ist vorüber. Schade, dass das Wetter doch einige vom Kommen abhielt. Dabei schneite es an dem Tag eigentlich nur einmal. Und das allerdings von morgens bis abends. 😉 Von daher verständlich, dass viele die Anfahrt scheuten…

Schön waren aber die Gespräche mit denen, die kamen. Es gab ausführliche „Debatten“ um die unvollendeten Projekte. Bei einem Objekt, „der Blitz“, wurde von mir zur Diskussion gestellt, wie ich es vollenden sollte. Mein Vorschlag war: Gipsbinden schwarz lackieren und orangefarbene Klammern verwenden. CIMG3726

Die Gegenvorschläge kamen reichhaltig und gingen von rotem Gips mit goldenen Klammern plus Barockrahmen (es grüßt Herr Glööööckler!) bis hin zu silberfarbenen Gips mit Klammern, die unten schwarz und in der Spitze hellgrau eingefärbt sind. Und es gab auch Zustimmung zu meinem Vorschlag. – Vielleicht sollte ich eine Blitz-Serie machen mit verschiedenen Varianten.

Daneben sorgte ein neues Objekt für Gesprächsstoff. Ein etwa 1 Meter mal 1 Meter großer Keilrahmen war von mir mit Gipsbinden umwixckelt worden und dann mit einem sehr dunklen Rot, eine Art Bordeaux-Rot lackiert worden. Die Klammern sollten eine Schlangenlinie formen. Bei dem ausgestellten Stück fehlten die Klammern jedoch noch, weil ich sie erst herstellen muss, da ich hier ein Hellgrau als Farbe wählen wollte. Und eine Klammer in einer solchen Farbe ist in Deutschland nicht zu haben.SAMSUNG

Und die Dikussion ging nun darum, ob das Objekt mit den lackierten Gipsbinden nicht ohne Klammern so toll aussähe, dass man besser die Klammern wegließe…
Ein schwieriger Vorschlag für einen Klammerkünstler. Ich weiß noch nicht, was ich tun werde.

Das Atelier mit Ausstellungsraum ist für mich ein neues Zuhause geworden, meine neue Heimat für meine künstlerischen Aktivitäten. SAMSUNG

Und der Vernissage-Termin hat dafür gesorgt, dass ich innerhalb von einer Woche alles fertig haben musste. Ein tolles Gefühl, freie Fahrt zu haben und sich nicht mehr um organisatorische Dinge kümmern zu müssen.

Heute geht´s los.

Und alles ist vorbereitet für die Vernissage. 🙂
Das war eine Woche Rumrödelei, das ganze Atelier mit Ausstellungsraum fertigzustellen. Besonders die Bildleisten bereiteten besondere Freude. 😦 Fast 90 Löcher bohren und dabei ganz neue Erkenntnisse gewinnen übder die Beschaffenheit der Mauern in diesem Gebäude. Quasi Tiefen-Exploration! 😉

Die Anbringung der Werbeplane mit dem Logo im Schaufenster war eine richtig knifflige Angelegenheit. Sie sollte schön sichtbar sein, aber auch nicht zuviel Licht wegnehmen. Daher entschied ich mich für eine Anbringung auf dem Schaufensterboden. Mit dem Nachteil, dass Objekte im Schaufenster einen Teil der Plane verdecken. Nun ja, irgendeinen Tod muss man sterben.CIMG3701

Heute werde ich zwei Objekte in unfertigem Zustand präsentieren und dazu die Meinung der Besucher einholen, mit welchern Farben ich sie dann fertig stellen soll. Quasi Schwarmintelligenz im Kleinformat. 😉 Ich bin total gespannt.

Alles neu.

Was für ein Glücksfall!

Da will ein Immoblienmakler nach 12 Jahren mit seinem Büro aus einem Wohngebiet wegziehen. Ein  Wohngebiet, in dem sich nach einer Sparkasse und dann einem Bäcker später kein Einzelhandelsgeschäft mehr halten konnte. Und genau so etwas  habe ich gesucht! Die Läden in der Fußgängerzone von St. Ingbert sind viel zu teuer, die Miete richtig hoch. Hier, in diesem Wohgebiet, in der Nähe des Kreiskrankenhauses, aber ist die Miete sehr erträglich, macht es mir leichter, den Mut für diese monatliche Investition in meine Klammerkunst-Zukunft aufzubringen.
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Und dann auch noch das: Eine fast optimale Raumaufteilung. Ein sehr großer Hautptraum an der Straße, der sich gut für Ausstellung und Büro eignet sowie ein Nebenraum, perfekt für die Arbeit. Fast zu schön um wahr zu sein.

Nach dem Umzug zum Monatswechsel und Einrichtung von Atelier und Büro gehe ich mit viel Elan daran, neue Objekte fertig zu stellen. Und: Die Vernissage am kommenden Sonntag vorzubereiten. Ich bin total gespannt, wie viele Besucher kommen werden…

Rien ne va plus.

Ich habe mit relativ kleinen Objekten angefangen und mich langsam, aber sicher an größere Keilrahmen gewagt. Allerdings habe ich hier bei der Verwendung von Gipsbinden zunehmend das Problem, dass ich in der kleinen Werkstatt, die ich zu meinem Mini-Atelier umgebaut habe, immer mehr an Grenzen stoße.

Um die Leinwand zu umwickeln, muss ich von beiden Seiten an den Keilrahmen dran. Und nun habe ich auch noch ganz Große gefunden mit 1 Meter x 1 Meter. Da kann ich mich kaum mehr bewegen, wenn ich die in der Werkstatt bearbeite. Und eigentlich will ich noch viel größere Objekte erstellen.

Fazit: Ich muss hier raus.
Ich brauche ein Atelier mit genügend Platz. Mir kommt die Idee, mich nach leer stehenden Läden zu erkundigen. Die haben große Schaufensterflächen, sind also hell, was ideal für meine Arbeit ist. Und ich werde fündig! Ein Laden in einem absoluten Wohngebiet (wie konnte man da nur je was verkaufen?) passt prima für meine Bedürfnisse. Keine Laufgegend, aber das ist mir egal. In einem Monat geht es los!