Klammerschwung

Derzeit packt mich die Lust, nach Gipsbinden und Pappmaché einmal wieder reine Klammerobjekte zu machen. Hierbei interessiert mich ganz besonders die Frage, ob und wie ich den Arbeiten Bewegung geben kann. Damit meine ich natürlich nicht, dass sich die Arbeiten selber bewegen (obwohl mich auch das reizen würde), sondern wie durch die Anbringung der Klammern einen Ausdruck erreichen kann, der vermittelt, dass es sich um einen Schnappschuss handelt, der praktisch den Moment einer Bewegung festhält.

Hierzu experimentiere ich mit Klammeranhäufungen, bei denen die Klammern überwiegend in die gleiche Richtung zeigen:

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Nachdem ich die Klammern so erstmal nur auf die Leinwand geschüttet und dann ausgerichtet habe beginnt die Fleissarbeit, die Klammern auf dem Keilrahmen zu befestigen. Hierbei gilt es, die Klebstellen weitestgehend nicht sichtbar werden zu lassen.
20140612_222057 Mein wichtigstes Handwerkzeug sind dafür die Kopflupe und die Spritze, die ich mit Holzleim befülle, der sich am besten für diese Aufgabe eignet. Manchmal verwende ich auch den transparenten Bastelkleber. Dies allerdings meist bei Objekten, bei denen ich kleinere Klammern verwende. Zur Positionierung benutze ich neben meinen Fingern verschiedene Pinzetten (ich habe da ein Arztbesteck) sowie einen profanen Zahnstocher.

 

Nach der Befestigung der Klammern geht es an das Lackieren. Ich verwende ich stark deckende Acryllacksprays, z.T. auich Alkydharzlacke, wie sie in der Autoindustrie zum Einsatz kommen. Ich entschließe mich zu einem Basisgrundierung in Braun, die ich dann im Detail dann mit Gelb und Schwarz ergänze. Den Schwarm, die inneren, gleich ausgerichteten Klammern dieser Installation, will ich farblich stark davon absetzen und entscheide mich, ihn weiß zu lackieren. Im Ergebnis sieht die Arbeit dann so aus:

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